Test: Transistor (Video)

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Ähnlich unerwartet wie einst Bastion taucht Transistor [App Store] im App Store auf. Die zweite große Produktion von Supergiant Games (@SupergiantGames) trat bei seinem Erscheinen für Heimcomputer und Konsolen vor gut einem Jahr ein schweres Erbe an: Bastion legte mit seiner eigenartigen Erzählweise sowohl in grafischer wie akustischer Sicht die Messlatte für Action-Rollenspiele auf eine neue Höhe. Das Team um Greg Kasavin hielt für Transistor an vielem Bewährtem fest: Perspektive und Akustik sind vertraut. Doch überwiegen die Änderungen, dass die Mär um die gegen Roboter kämpfende Red nicht als Bastion 2 durchginge.

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Die verworrene Handlung startet zu den für viele vertrauten Klängen von Darren Korb: Protagonistin Red zieht ein übergroßes, geschwätziges Schwert, Transistor, aus einer Leiche und macht sich mit ihm auf den Weg. Wohin und warum sie dabei von aggressiven Robotern verfolgt wird, weiß der Spieler nicht und erfährt es erst spät. Der Start ist verpatzt und eher unmotiviert lernt der Spieler die Steuerung der Heldin, die mit ihrer Hiebwaffe grundsätzlich planvoll in die Kämpfe geht: Der Spieler zeichnet die Angriffslinie vor und setzt Angriffspunkte, entsendet die rothaarige Protagonisten dann in die Schlacht.

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Optional kann der Spieler aber actionlastiger steuern und Red in Echtzeit auf die robotischen Widersacher lenken sowie die bis vier zur Verfügung stehenden Attacken selbsttätig auslösen. Diese erweitern sich sukzessive im Spielverlauf, so dass der Spieler eine Auswahl treffen muss. Fähigkeiten, die Red lernt, lassen sich in die Attacken einpassen und so die Waffen fast nach Belieben manipulieren. Trotz der Komplexität des Waffensystems kommt man aufgrund des überwiegend moderaten Schwierigkeitsgrades auch mit weniger durchdachten Kombinationen aus Angriffen und Fähigkeiten durch die Spielstufen, die durch ihre Neon-Ästhetik bezaubern.

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Vor allem die Präsentation der Spielwelt Cloudbank ist es, die den Spieler an Transistor bindet, denn spielerisch wartet hier lediglich Altbekanntes – zumal die verworrene Handlung nicht dazu beiträgt, den Spieler bei der Stange zu halten. Technisch hingegen ist der Titel fast über jeden Zweifel erhaben und vorbildlich portiert, wenngleich das Geschehen bisweilen etwas klein anmutet und man sich größere Nähe wünscht. Wahlweise kann man Red mit einem Bluetooth-Controller steuern und in der iCloud abgelegte Spielstände helfen den Speicherhunger von mehr als 2 GB zu verschmerzen. Transistor ist eine solide Klopperei mit Taktik-Einspritzung, kann aber zu keinem Zeitpunkt aus dem Schatten von Bastion heraustreten.

Rating: ★★★★☆ 

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https://youtu.be/gF_jL57Tjyc

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