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Einschläge über Einschläge. In Boom Beach [App Store] von Supercell (@supercellgames) marschieren die Truppen und fliegen die Granaten. Mühsam baut sich der Spieler eine Privat-Armee auf, um mit dieser die geknechteten Bewohner eines Atolls zu befreien – damit diese fortan in Dankbarkeit für ihren Befreier schuften. Wie beim Vorgänger Clash of Clans setzen die finnischen App-Entwickler bei ihrem Freemium-Titel auf große Zugänglichkeit und nervige Wartezeiten.

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Grundsätzlich handelt es sich bei Boom Beach um einen Echtzeit-Strategie-Titel. Der Spieler verwendet die Ressourcen Gold, Holz und später Steine darauf, Ausbildungsstätten für Soldaten und Verteidigungsanlagen für die eigene Basis bauen zu lassen. Wie es sich auf dem Bau und bei der Ausbildung gehört, dauert beides seine Zeit. Zunächst Minuten, später bald Stunden. Beschleunigen lässt sich die Wartezeit durch den Einsatz seltener, aber käuflich zu erstehender Diamanten.

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So landet der Spieler Insel um Insel an und lässt seine Truppen die Bollwerke der Feinde aber auch die anderer Boom-Beach-Spieler dezimieren. Letztere sind deutlich kniffliger einzunehmen und auch die Basis des Spielers oder im Laufe der Zeit eroberte Rohstoff-Outlets werden immer wieder von Computergegnern oder per Game Center eingeklinkten Spielern attackiert. Um gegen mächtigere Besatzer eine Chance zu haben, muss man mehr Rohstoffe investieren, bauen, warten, bauen, warten.

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Boom Beach spielt sich ähnlich wie Tiny Death Star oder Disco Zoo – ein Wechselbad aus munterer Zerstreuung und nerviger Wartezeit. Nach dem Einstieg lässt sich der auf Casual Gamer ausgelegte Titel nicht über längere Zeit am Stück spielen. Die immer größeren Warteintervalle klemmen schließlich den Spielfluss so weit ab, dass man nach längerer Pause vergisst in der Spielwelt wieder vorbeizuschauen ­ und feststellt, dass Titel wie Anomaly Warzone oder Autumn Dynasty Warlords ein befriedigenderes Spielgefühl erzeugen.

Rating: ★★★☆☆