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Die Finnen von 10tons Ltd (@10tonsltd) haben sich in den vergangenen Jahren mit Casual-Titeln wie King Oddball, Azkend 2 und Joining Hands 2 einen Namen auf iOS gemacht. Ihre jüngste Produktion Neon Chrome [App Store] erschien im April 2016 allerdings zunächst für Steam, PlayStation 4 und Xbox One, bevor sie den Weg in den App Store fand. Im Dual-Stick-Shooter ballern sich Spieler in der Draufsicht durch ein riesiges futuristisches Gebäude und das im Wortsinn, denn die Zerstörungsorgie zieht auch die Infrastruktur arg in Mitleidenschaft.

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Zu Spielbeginn steht die Auswahl einer Spielfigur aus einer von drei Charakterklassen mit jeweils unterschiedlichen Fähigkeiten; so kann ein Hacker Geschütze ausschalten und Safes öffnen, während andere Figuren mit Offensiv- und Defensiv-Werten punkten. Neben einer (optional) selbst-zielenden automatischen Waffe kann der Spieler sich mit einer Typen-abhängigen Spezialattacke sowie einem Angriff mit dem Gewehrkolben zur Wehr setzen. Alles das führt man über Schaltflächen unter dem rechten Daumen aus, während man den Protagonisten mit dem linken Daumen durch die Gänge, Wohnquartiere und Büros führt. Halo – Spartan Strike lässt grüßen.

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Der Spieler hat beim Aufräumen und Zerlegen der zufällig generierten Spielstufen die Wahl, ob er taktisch oder offensiv vorgehen möchte. So kann man sich an den (recht dumm agierenden) Gegnern vorbeischleichen und diese hinterrücks erledigen oder Brennbares zur Explosion bringen und so großflächig aufräumen – am besten ohne sich selbst zu sprengen. Im Spielverlauf findet man stets bessere Waffen und erlernt neue Fähigkeiten. Jedoch ist all das dahin, wenn der Bildschirmtod den Spieler ereilt. Was bleibt, sind die erbeuteten Devisen für die sich permanente Verbesserungen erstehen lassen, die sich auf alle Charaktere auswirken.

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Wann immer der Spieler einen Boss bezwungen hat, entsteht ein neuer Einstiegspunkt – doch es obliegt dem Spieler auch wieder in der ersten Spielstufe einzusteigen, um den Helden hochzupäppeln. Neon Chrome spielt sich deutlich geschmeidiger als das vergleichbare und ähnlich düstere Leap of Fate und verzeiht deutlich mehr als der Roguelike-Klassiker Wayward Souls. Tatsächlich kommen bei der Zerstörungsorgie wohlige Erinnerungen auf das hervorragende Meltdown auf. Sowohl in kleinen Häppchen wie auch in langen Sitzungen spielt sich Neon Chrome ganz vorzüglich, besonders mit einem Mfi-Controller. Eine unterhaltsame Zerstörungsorgie par excellence.

Rating: ★★★★½